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5. September 2010

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11. Mai 2010

Echtes InEar-Monitoring für den schmalen Geldbeutel

by Kai-Ole — Categories: Allgemein, Workshops — Schlagwörter:, , , , View Comments

Da ich mich selber gerade mit dem Thema “InEar Monitoring” beschäftige, werde ich hier mal meine Erfahrungen zusammenschreiben. Vorweg: “schmaler Geldbeutel” bedeutet nicht, dass diese Lösung fast umsonst ist. Vielmehr habe ich angestrebt, ein möglichst gutes Preis-/Leistungsverhältnis für meine Bedürfnisse zu erreichen. Musiker, die jedes Wochenende auf Tour sind, sollten mindestens bei dem kleinen Mischpult  zu höherwertigem Equipment greifen.

Wichtig war mir auf jeden Fall angepasste Kopfhörer bei diesem System zu verwenden. Nach einigen Recherchen auf der Musikmesse 2010 hatte ich dieses Thema (aus Kostengründen) eigtl. schon wieder  eingestampft, bin dann aber durch Zufall auf dieses Angebot von Beyerdynamic gestoßen (die ich auf der Musikmesse irgendwie garnicht auf dem Zettel hatte).

Angepasste Hörer für 199,- EUR?! Das muss man ja einfach ausprobieren. Also mal schnell zur nächsten KIND Hörgerätetechnik Filiale gestiefelt und gefragt, ob man dort auch direkt dieses Angebot wahrnehmen kann, ohne erst über den Beyerdynamic-Shop bestellen zu müssen (KIND ist der Partner für die Otoplastik). Zu meiner Freude war dies auch alles kein Problem und so habe ich gleich einen Termin zum Anfertigen der Otoplastik gemacht. In einer Woche kann ich nun das fertige Gerät abholen. Vorteil: Man kann dieses auf Wunsch so anfertigen lassen, dass man anstelle des Treibers für den Sound auch einen Filter für ca. 80,- EUR einsetzen kann, um die Otoplastik als normalen Gehörschutz zu verwenden (meine Notlösung, falls ich nicht mit dem InEar klarkomme ;) ).

Weiterhin habe ich mir noch dieses billige Kleinmischpult mit 4 XLR-Eingängen und ein paar Kabel besorgt, damit ich mir auch im Proberaum einen InEar Mix erstellen oder ggf. auf der Bühne noch unabhängig vom FOH-Mix Atmo-Mics dazumischen kann. Das Mischpult hat den Vorteil, dass es noch mit einem (wahrscheinlich nicht so tollen aber für den InEar-Mix ausreichendem) 3-Band EQ ausgestattet ist, wodurch die einzelnen Inputs noch etwas bearbeitet werden können. Mein Kopfhörer kommt dann direkt per Verlängerung an den Phones-Out des Kleinmixers.

Da ich im Proberaum momentan der Einzige mit einem InEar-System bin, ist ein großes Monitorpult noch nicht nötig.

Die Verkabelung im Proberaum sieht also so aus:

  1. Vom DI-Out des Bassamps geht ein XLR-Kabel in meinen Kleinmixer am Set
  2. Das Signal vom Gesangsmikro wird per Y-Adapter abgegriffen und auf die Gesangsanlage sowie auf mein Pult am Set gesplittet.
  3. In meine Bassdrum kommt ein billiges Bassdrum-Mikro, welches ich noch rumfliegen hatte und direkt auf mein Pult am Set geht.
  4. An das Pult wird per Miniklinke -> 2x Cinch Adapter noch meine Tama Rythmwatch angeschlossen.

Bei dem Rest (Gitarren, Becken etc.) hoffe ich mal, dass diese über das Gesangsmikro und Knochenleitung noch genug zu hören sind. Andernfalls kommen hier noch 1-2 Mikros zum Einsatz (Erinnerung: Es geht hier gerade nur um den Mix im Proberaum!).

Am Samstag habe ich die erste Möglichkeit mein System so zu testen und ggf. zu optimieren.

Zu den Kosten:

Bereits vorhanden waren:

  • billiges Bassdrum-Mikro (Samson)
  • Miniklinke -> 2x Cinch Adapter
  • Adapter: 6,3mm. Klinke (male) -> Miniklinke (female)

Zusammen komme ich also auf eine Summe von 300,75 EUR, was für ein komplettes InEar-System wirklich nicht viel ist. Ob nun alles auch so über einen längeren Zeitraum funktioniert, kann ich erst nach den ersten Gigs sagen ;)

Falls sich diese Kombination bewähren sollte, kommt natürlich noch ein ordentliches Case (oder Koffer) dazu, um auch alles sicher und bequem (!) zu transportieren. Auch ein Limiter wäre sicher noch ganz nett ;)

UPDATE (19.05.2010):

Soo, am Montag konnte ich die fertige Otoplastik und den Hörer abholen. Da wir kurz danach eh Probe hatten, wurde die Kombination auch gleich mal im Proberaum getestet. Das Einsetzen der Otoplastik ging mir noch nicht so leicht von der Hand, dafür sitzen sie aber schön fest und vor allem bequem! Durch die am Kabel montierte Wäsche -Klammer ist zusätzlich noch für eine gute Zugentlastung gesorgt.

Vom Klang her bin ich absolut zufrieden! Gut, ich habe keine Vergleichsmöglichkeiten und ich bin auch vielleicht nicht so anspruchsvoll wie manch anderer aber schlecht ist wirklich etwas anderes. Die anderen Instrumente kommen schön differenziert und sauber rüber und selbst der Bass kommt nach etwas drehen am EQ auch sehr vernünftig durch.

Was allerdings Mittelfristig wohl doch mal ersetzt wird, ist das Mischpult, welches nicht gerade durch rauschfreie Vorverstärker glänzt ;)

Aus meiner Sicht und für meine Ansprüche hat sich der Kauf absolut gelohnt und stellt somit eine Empfehlung für alle dar, die einen preiswerten Einstieg ins InEar-Monitoring suchen.

5. Mai 2009

Oli Rubow Workshop in Bremen

by Kai-Ole — Categories: Workshops — Schlagwörter:, , View Comments

Am Sonntag den 05.05.2009 hat der große Oli Rubow (u.a. auch www.e-beats.net) uns endlich mal in der Schlagzeugschule Hussong in Bremen besucht und einen tierisch genialen Workshop gehalten. Wie jemand, der so erfolgreich ist, noch so bodenständig, nett und extrem sympathisch sein kann, ist mir ein Rätsel.

Oli RubowFür die Leute, welchen der Name momentan noch nichts sagt, hier mal eine Auswahl an Bands, bei denen Oli getrommelt hat: Ayla, Bürger Lars Dietrich, DaNaCeE, De Phazz, Dublex Inc., El Houssaine Kili, Die Fantastischen Vier, Phil Fuldner, Funkbrueder, Marla Glen, Turntablerocker (Michi Beck & DJ Thomilla).

Von 15:00 – 21:00 (2 Stunden Masterclass, 1 Stunde Pause + Konzert) durften wir den Oli nun also mit Fragen quälen, welche er auch immer super nett und gerne beantwortete. Selbst in den Pausen war er sich nicht zu schade, weiter mit Fragen gelöchert zu werden.

Als Grund-Themen für den Workshop standen folgende Punkte auf dem Plan.:

- die Idee einer persönlichen Klangbibliothek (durch Entdecken & Präparieren des Akustik-Schlagzeugs).
- authentische Pattern & Genre-Klischées.
- die Integration diverser Elektronik (Effektgeräte, E-Drums, Zu-/Mit-Spieler)
- die persönliche Haltung und Umsetzung: wie wir unsere tollen Klänge und Rhythmus-Muster musikalisch und/oder stilecht und/oder individuell zusammenbringen können.

Diese Themen wurden alle eindrucksvoll bearbeitet und präsentiert. Auch wenn dem ein oder anderen Trommelstimmer im Workshop wohl an manchen Stellen flau im Magen geworden sein dürfte (Experimente mit Handtüchern auf Trommeln und Becken, absichtliches verstimmen der Snaredrum usw.), inspirierten  diese Vorschläge die meisten Teilnehmer doch sehr!

Gerade für die Freunde von elektronischen Beats (aber nicht nur für die!) möchte ich an dieser Stelle nochmal auf den Blog von Oli hinweisen. Unter www.e-beats.net postet er regelmäßig über neue Entdeckungen, seine Einstellung zur Musik und alles weitere, was Ihm in den Sinn kommt.

Fazit:
Wer also gerne Workshops besucht, sollte sich “Oli Rubow” ganz oben auf die To-Visit-Liste setzen!

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